Aggression, Selbstaggression, Familie und Gesellschaft: Das by Brigitte Hamann (auth.), Prof. Dr. med. Walter Pöldinger,

By Brigitte Hamann (auth.), Prof. Dr. med. Walter Pöldinger, Dr. med. Wolfgang Wagner (eds.)

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Glaubwürdigkeit in der sozialen Kommunikation

Ute Nawratil ist wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kommunikationswissenschaft (Zeitungswissenschaft) der Ludwig-Maximilians-Universität, München.

Die Deutsche Finanzwirrnis: Tatsachen und Auswege

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer publication files mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

Kapitalbeteiligungsgesellschaften zur Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmungen

Diese Untersuchung befaßt sich mit der Finanzierung kleiner und mittlerer Unter­ nehmungen. Sie beansprucht besonderes Interesse in einer Zeit, die gekennzeichnet ist durch eine Beschleunigung des wirtschaftlichen Konzentrationsprozesses, durch starkes Wachstum der Unternehmungen und durch eine große Zahl von Unternehmungszu­ sammenschlüssen.

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Das Stabilisierungsgebot gegenüber gefährdender Umwelt steht in der Stammesgesellschaft überwältigend eindeutig im Vordergrund. Allerdings gibt es stammesgesellschaftlich viele Ausformungen, harte und weiche, direkte und indirekte, zu Angriffshaltungen oder zu Verweigerungen führende Modelle von Aggressivität, deren Erforschung erst am Anfang steht. Mit der zunehmenden Selbstorganisation von Religion und Weltdeutung als eigene, nicht notwendigerweise mit der Führungsspitze Soziologische Aspekte 39 identische Macht, rückte in der entstehenden Hochkultur auch die Deutung von Zustimmung und Ablehnung, von Gut und Böse, in einen eigenen Bereich von Ethik und wurde damit Erklärungen, die sich meist mythisch oder dialektisch ausformten, zugänglich.

In deren auf sozialen Aufstieg des Nachwuchses gerichteten Aggressionszuspitzung auf Wettbewerb fanden wir eine spezifische kulturelle Stilisierung, die als gesellschaftsfunktional bezeichnet werden kann. Betrachten wir nun die "nachfamiliäre Familie" der Postmoderne: Hier liegen für die Aggressivität andere Grundbedingungen vor. Erst dort, wo der Wohlfahrts- und Bildungsstaat, wo v. a. auch die über die gesamte Population generalisierte Schule die Orientierungs- und Stützungsfunktionen (Förderung und Auffangnetze) bieten, kann es sich die (postfamiliäre) Familie (oder besser die Gesellschaft) leisten, daß innerhalb der Familie die Aggressionen sowohl der Mitglieder gegeneinander als auch diese gegen die Reste der Institution Familie freigesetzt werden.

Eine solche "Transzendenz" müßte sich nicht nur praktisch moralisch anbahnen, sondern sich auch kognitiv, zur Begünstigung der Fremderkenntnis konstituieren. Denn es besteht ja die Gefahr, daß das durch Reflexivität gestärkte Ich (Becker 1978, S. ) aus dem Prozeß der Selbstfindung nicht mehr herausfindet und im Labyrinth der Enklave des eigenen (zum anderen hin nie direkt überschreitbaren) Bewußtseins verbleibt, sich in sich selbst einnistet und letztlich nur verstärkt isoliert. Das Ernstnehmen des anderen, das "geistige Zusammentreffen" (Schumacher 1986, S.

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