Abschreckung durch Strafe: Eine ökonomische Analyse der by Henning Curti

By Henning Curti

In der Rechtswissenschaft ist die Ansicht, dass Strafe nicht abschreckt, noch weit verbreitet. Diese Auffassung stützt sich auf soziologische und kriminologische Untersuchungen, die behaupten, dass es keinen Zusammenhang zwischen Höhe und paintings der gesetzlich vorgesehenen Strafe und der Kriminalitätsrate einer Gesellschaft gibt. Henning Curti stellt ökonomische Kriminalitätstheorien dar und entwickelt ein erweitertes Modell, das Rational selection und soziologische Erklärungsansätze kriminellen Verhaltens integriert. An Hand einer empirischen Untersuchung über den Zusammenhang von Strafe, Verurteilungswahrscheinlichkeit und Kriminalität für die Bundesrepublik Deutschland zeigt der Autor, dass sowohl die Wahrscheinlichkeit, zu einer Strafe verurteilt zu werden, als auch das Strafmaß deutliche Abschreckungswirkungen implizieren.

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Das Rational-Choice-Modell kriminellen Verhaltens 31 wobei H: Schaden, und 0: KriminelIes Aktivitätsniveau. Verbrechen fUhren jedoch nicht nur zu Schäden bei den Opfern, sondern auch zu Gewinnen bei den Tätern. Ebenso wie die Schäden auf Opferseite können auch die Gewinne auf Täterseite monetär oder nichtmonetär sein. Monetäre Gewinne sind zum Beispiel Beutestücke oder unterschlagenes Geld. Nichtmonetäre Gewinne können als Freude oder Befriedigungsgefiihl anfalIen. Auch die Gewinne der Täter steigen mit dem Aktivitätsniveau, es gilt b = b(O) mit und b" <0.

156ff. Vergl. Don C. Gibbons: Talking about Crime and Criminals: Problems and Issues in Theory Development in Crirninology, Englewood Cliffs, NJ, 1994, S. 116ffund Daniel J. Curran und Claire M. Renzetti: Theories of Crime, Boston et. , 1994, S. 187ff. Kriminologische Theorien 25 erlernbar war? Eine Gesellschaft, in der Individuen keine kriminellen Werte und Präferenzen besitzen, kann somit keine kriminellen Personen hervorbringen. Ferner kann die Theorie unterschiedlicher Kontakte nicht erklären, warum manche Personen nur einmal kriminell werden, während andere Individuen wiederholt Taten begehen.

Ihre Erklärungsmöglichkeiten beziehen sich rein auf Unterschichtskriminalität, bei der eventuell eine von der Anomietheorie beschriebene Situation eintreten kann. Die Sutherland'sche Formulierung der Theorie unterschiedlicher Kontakte ist unklar formuliert, nachfolgende Arbeiten haben jedoch die Kernaussagen des Modells verdeutlicht 82 • Trotz aller Explizierungen bleiben Unklarheiten. So stellt sich zum Beispiel die Frage, was unter den Motiven, Antriebsgründen, Rechtfertigungen und Einstellungen, die kriminelles Verhalten gutheißen, zu verstehen ist.

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